Crowdfunding

Oh je, noch sein anglistisches Kompositum, dass zwar viele Menschen im beruflichen Alltag verwenden, aber die Bedeutung dessen oftmals nicht kennen.
Die Redaktion der Bankingnews sieht sich nicht als Wortetymologen, doch möchte Ihnen die Bedeutung des Phänomens „Crowdfunding“ nicht vorenthalten, da diese Art der Projektfinanzierung immer präsenter in den unterschiedlichsten Branchen wird.  Crowdfunding basiert auf der Grundlage, dass viele Geschäftsideen, die normalerweise keine Geldgeber finden, durch eine Vielzahl von Spendern doch noch realisiert werden können. Eigenkapital ist hier das Zauberwort.  In der Regel werden die Geldgeber über das Internet akquiriert. Beispielsweise werden in Deutschland eine Menge Nischenprojekte mit Hilfe dieses Modells finanziert. Wichtig ist nur, dass die Teilnehmer einer solchen Aktion keinerlei Anteile an einem Projekt oder Start-up erhalten. Der von Brainpool produzierte Film „Stromberg“ zur gleichnamigen TV-Serie wurde bspw. durch Crowdfunding finanziert. Die „Samariter“ erhielten als Gegenleistung eine Kinokarte. Man könnte fast sagen, dass es sich hierbei um eine moderne Form der Spende handelt; mit dem Unterschied, dass man genau weiß, wofür das Geld verwendet wird.
In jedem Fall ist Crowdfunding ein gute Sache, denn ohne die Aufwendung eines existenzgefährdenden monetären Werts können Interessierte dabei helfen, ein Projekt zu finanzieren, das ihnen am Herzen liegt. Mehr als einen symbolischen Gegenwert erwarten sie nicht. Es geht ihnen um die Sache. Und allen sich gegen Anglizismen wehrenden Bürgern sei gesagt: Der Begriff „Schwarmfinanzierung“ ist die genaueste semantische Übersetzung.

Bildnachweis: Oko_SwanOmurphy via istockphoto.de

Verfasst von
Christian Grosshardt

Aktualisiert am:
27. April 2015 / 10:12 Uhr

Redakteur
BANKINGNEWS
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